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Wie wird Tinnitus behandelt?

Dazu ist zunächst eine ganz wichtige Unterscheidung zu treffen:

Handelt es sich um einen

Diese Unterscheidung ist für die weitere Therapie essenziell. Ein akuter Tinnitus besteht kürzer als 6 Monate.

Ein chronischer Tinnitus besteht daher schon länger als 6 Monate. Wenn ein Ohrgeräusch auftritt, liegt eine Funktionsstörung des Innenohres (der Haarzellen) vor (siehe auch "Wie funktioniert das Hören?").

Diese gestörten Haarzellen senden falsche Impulse an das Gehirn, die von diesem als Tinnitus gehört werden. Das Gehirn beginnt aber bald auf diese falschen Impulse zu reagieren und bildet selbst überaktive Zentren entlang der gesamten Hörbahn, die dann für das Fortbestehen des Ohrgeräusches verantwortlich sind.

Daraus folgt, dass eine Therapie, die darauf abzielt, die Störung im Innenohr zu beheben, nur in der Anfangsphase Erfolg versprechend ist. Später, sobald die überaktiven Zentren im Gehirn ausgebildet sind, hat eine solche Therapie überhaupt keinen Sinn mehr.

Es hat vor vielen Jahren Versuche gegeben, wo bei Tinnitus-Patienten die besonders stark unter den Ohrgeräuschen gelitten haben der Hörnerv durchtrennt wurde. Dadurch wurden die Patienten auf dem betroffenen Ohr zwar taub, der Tinnitus blieb aber trotzdem bestehen. Das beweist, dass der chronische Tinnitus kein Problem des Innenohres, sondern ein Problem des Gehirns ist.

Frau mit Tinnitus

Therapie bei akutem Tinnitus

Wie soeben erklärt hat diese Form der Therapie nur innerhalb der ersten 6 Monate nach Auftreten des Tinnitus eine Chance auf Erfolg. In dieser Phase können verschiedene Medikamente entweder als Infusionen oder als Tabletten gegeben werden.

Infusionstherapie

Bei Vorliegen eines akuten Tinnitus wird eine Infusionstherapie durchgeführt. Diese steht Ihnen auf Kassenkosten in unserer Ordination zur Verfügung.

 

Therapie beim chronischen Tinnitus

Diese Behandlung ist schwieriger als beim akuten Tinnitus. Wie oben erläutert hat beim chronischen Tinnitus eine medikamentöse Therapie, die auf eine Verbesserung oder Reparatur der geschädigten Zellen im Innenohr abzielt, keinen Sinn mehr. Daher wird beim chronischen Tinnitus ein völlig anderer Behandlungsweg gewählt, die tinnitusspezifische kognitive Verhaltenstherapie (TKVT).

Der schwierigste Schritt für den Betroffenen bei dieser Art der Therapie ist es zu akzeptieren, dass ein chronisches Ohrgeräusch bleiben wird. Es gibt derzeit keine Methode, die ein chronisches Ohrgeräusch heilen (im Sinne von wieder verschwinden lassen) kann. An dieser Stelle haben fast alle Betroffenen die größten Schwierigkeiten, das zu akzeptieren.

Unser Gehirn ist aber in der Lage, Geräusche, die für uns nicht wichtig sind, wegzufiltern (siehe auch "Wie funktioniert das Hören?"). Und diese Fähigkeit des Gehirns lässt sich trainieren. Es ist daher möglich, obwohl der Tinnitus noch vorhanden ist, diesen nicht mehr wahrzunehmen, da er von den Filtersystemen des Gehirns herausgefiltert wird und nicht mehr bis zur Hirnrinde vordringt. Wenn das gelingt, hört man das Geräusch zwar, wenn man aktiv daran denkt, aber sobald man das nicht mehr tut, wird das Geräusch ausgeblendet. Und auch diese Fähigkeit, nämlich nicht mehr aktiv an das Geräusch zu denken, kann man ganz leicht trainieren.

KONTAKT

Gruppenpraxis    Andreas Gschnait Andrea Vogel

Hietzinger Kai 67-69/2.DG
1130 Wien

Telefon 004318946368
Fax 00431894636818

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